Philosophie: Präambel

Erkenne

das Geistige im Materiellen,
das Ewige im Vergänglichen,
das Göttliche in der Schöpfung,
die Idee in der Realisierung,
das Abstrakte im Konkreten,
das Unfassbare im Fassbaren,
das Unsichtbare im Sichtbaren,
das Urbild im Abbild,
den Logos im Mythos,
die Bedeutung im Symbolischen,
den Inhalt in der Verpackung,
das Prinzip im Gleichnis,
das Höhere im Niederen,
das Heilige im Profanen,
das Gold im Blei,
das Licht in der Finsternis,
das Ganze im Zerteilten

und

das Eine in der Vielfalt - Elias Erdmann

Die Zahl 4 als elementare Größe

Die Zahl 4 hat eine besondere Bedeutung in unserem Universum. Schon in der Antike gab es die vier Elemente =  vier Aggregatszustände:
  1. Erde = Fest
  2. Wasser = Flüssig
  3. Luft = Gasförmig
  4. Feuer = Plasma
Auch die Farbpalette lässt sich durch 3 Grundfarben (Rot, Grün und Blau) und den Alpha-Kanal (4.Komponente) vollständig darstellen. Die Lösung der einsteinschen Feldgleichungen werden durch die vierdimensionale Raumzeit (3 Dimensionen + Zeit als 4.Dimension) ermöglicht und es gibt auch nur vier elementare Kräfte in der Physik:
  1. Gravitation
  2. Elektromagnetismus
  3. Schwache Wechselwirkung (radioaktiver Zerfall)
  4. Starke Wechselwirkung (Kernkräfte)
Auch der Mensch benötigt im wesentlichen nur vier elementare Bedürfnisse und zwar (siehe auch Hintergrundinformation Glück – Lebenskunst):
  1. physiologische Bedürfnisse (Nahrung, Kleider, etc.)
  2. philosophische Bedürfnisse (Wissenserwerb, etc.)
  3. theologische Bedürfnisse (Balsam für die Seele, intaktes soziales Umfeld, ...)
  4. ethische Bedürfnisse (Beruf, Familie, Werte schaffen, etc.)
Nur wer die Möglichkeit hat diese elementaren Bedürfnisse zu befriedigen kann sich glücklich schätzen zu den zufriendenen Menschen zu gehören. siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bedürfnispyramide

1. Was kann ich wissen (Geist / Logik) ?

Mensch Leonardo Da Vinci siehe: http://home.arcor.de/saimen83/ichbin.html
siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie
siehe: http://www.loge-arst.de/bibliothek/waskannichwissen.php

Zitat: "Meine Damen und Herren, wenn ich weniger wüsste, könnte ich Ihnen mehr erzählen." - Hermann Josef Abs (deutscher Bankier)


Als Wissen bezeichnet man den Erkenntniszustand allgemeiner intersubjektiv-vermittelter Sicherheit.
Wissen wird von Erfahrung, Erkenntnis, Gewißheit, Empfinden, Meinen und Glauben abgegrenzt.
Wir unterscheiden zumindest drei Formen des Wissens: Wissen-Daß, Wissen-Von und Wissen-Wie.

Bei der Frage „WAS KANN ICH WISSEN?“ übernimmt die Vernunft drei Rollen. Sie ist die Angeklagte, der man vorwirft, unbe­rechtigte Erkenntnisansprüche zu erheben. Sie ist die Verteidigerin, die sich Argumente zugunsten der Vernunftansprüche überlegt. Vor allem ist sie die Richterin, die das Urteil fällt, übrigens ein demokra­tisches Urteil, da es auf die «Einstimmung freier Bürger» ankommt (O. Höffe).

1.1. Das Universum

Zitat: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber mit dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." - Albert Einstein

Seit Einstein wissen wir dass wir in einer 4-dimensionalen Raumzeit leben. Es ist Einsteins grosse Leistung zu erkennen dass, neben dem 3-dimensionalen Raum, die Zeit die 4.Dimension ist. Die Lösungen der Einsteinschen Feldgleichungen in Robertson-Walker-Friedmann-Lemaitre-Metrik erlauben wiederum nur 3 mögliche Geometrien:
  1. sphärische Geometrie
  2. hyperbolische Geometrie
  3. euklidische Geometrie
ad.1) Die sphärische Geometrie ended im 'Big-Crash' (Universum endet in einem Punkt)
ad.2) Die hyperbolische Geometrie endet in einer beschleunigten Expansion des Universum
ad.3) Die euklidische Geometrie endet mit einer asymptotischen Annäherung an einen maximalen Radius

Im abendländischen Bild vom Universum gibt es letztendlich nur eine einfache Kernfrage:

 'Ist unser Universum endlich oder unendlich'

Dementsprechend ergibt sich für die Summe aller Möglichkeiten (= Universum) eben eine endliche oder eine unendliche Menge von möglichen Zuständen. Zu fragen: "Was war vor dem Beginn des Universums“, sagte einmal der britische Physiker Stephen Hawking, ist so sinnlos wie die Frage: "Was ist nördlich vom Nordpol ?“

1.2. Ist die Zahl 3 die Zahl Gottes ?

Gottes Hand
siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Drei
siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier

Die meisten Probleme lassen sich auf nur drei/vier Komponenten zurückführen zum Beispiel:

1.3. Die Ursache aller Ursachen ist der Schöpfer

Präambel:
  1. Alles hat eine Ursache
  2. Es gibt keine unendliche Rekursion der Ursache der Ursache
  3. Also ist der Schöpfer ist die erste Ursache
siehe auch: Gottesbeweise

1.4 Gibt es einen Schöpfer oder Gott ?

Abgesehen von den vielen versuchten Gottesbeweisen und Spekulationen, könnte man am besten Antworten: "Die Wahrscheinlichkeit für Gott ist 50%", also wir wissen es nicht. Genausogut können wir uns Fragen: "Was war vor dem Schöpfer ?".

 

2. Was ist der Mensch (Körper / Metaphysik) ?

Antikes Weltbild siehe: http://www.g21.de/wasistdermensch.html
siehe: http://www.mebb.de/d_tier/mensch.htm
siehe: http://oekologie.swami-center.org/page_2.shtml

Zitat: "Gott muss ein Maler sein, warum sonst haben wir so viele Farben?" - Film: A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

2.1. Warum gibt es unser Universum

Warum unser Universum existiert ist eine der essentiellsten Fragen der Menschheit und kann jedoch niemals eindeutig beantwortet werden. Die Welt existiert weil es Gott so wollte und/oder die Natur es so wollte ? Warum existiert etwas und/oder gibt es ein großes Nichts ?

Der Ursprung unserer Schöpfung liegt mit Sicherheit nicht im "Nichts", schon deshalb, weil im "Nichts" kein Schöpfer enthalten ist, der zur Welt führen könnte. Es kann aber sein, dass die Schöpfung aus dem "Nichts" geschaffen wurde, das heißt der Ausgangszustand entspricht dem Schöpfer.

2.2.Warum gibt es mich als Mensch

Der Mensch als Laune der Natur oder ein göttlicher Plan der Vorsehung ? siehe: Philosophische Anthropologie

2.3. Kann alles beliebig oft geteilt werden ?

Sierpinski Dreieck Der polnische Mathematiker Sierpinski zeigte 1915 wie man durch ein Fraktal aus einem endlichen Dreieck undendlich viele Dreiecke erzeugen kann.

2.4. Was zeichnet die Einheit Mensch aus ?

Der Mensch besteht aus vier 'Komponenten' und zwar:

1. Körper
2. Geist
3. Seele
4. kollektivem Bewustsein

und nun müssen wir diese vier Komponenten 'füttern' und zwar:

1. Den Körper mit Nahrung
2. Den Geist mit Wissen
3. Die Seele mit Balsam
4. Das kollektive Bewustsein mit unserem Handeln

3. Was darf ich hoffen (Seele / Ästhetik) ?

Die Seele siehe: http://www.phil-o-sophie.de/wasdarf.html
siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant

Zitat:  Hoffnung ist nicht die Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht - Václav Havel

3.1. Transzendenz

  1. Das Geld wird uns ausgehen
  2. Die Resourcen werden uns ausgehen
  3. Die Zeit wird uns ausgehen

 

3.2. Die drei grössten Wunder der Schöpfung

  1. Das Wunder des Universums
  2. Das Wunder des Lebens - Tote Materie beginnt zu leben
  3. Das Wunder des Denkens - Lebende Materie beginnt zu Denken

3.3. Die Liebe

Zitat: "Die wichtigste Entdeckung meines Lebens ! Nur in den rätselhaften Gleichungen der Liebe kann man Logik finden." - Film: A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

4. Wie soll ich handeln (Zeit / Ethik) ?

Die Zeit als Sanduhr siehe: http://www.philosophiam.homepage.t-online.de/
siehe: http://homepage.univie.ac.at/Andreas.Olbrich/ethik.htm
siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Philosophische_Ethik

Zitat: "Was Du nicht willst was dir man tuh, dass füg auch keinem Andern zu" - Volksmund

4.1. Der modifizierte Kategorische Imperativ

siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ

Der kategorische Imperativ (kurz KI) ist das grundlegende Prinzip der Ethik Immanuel Kants. Er gebietet allen endlichen vernunftbegabten Wesen und damit allen Menschen, Handlungen darauf zu prüfen, ob sie einer universalisierbaren Maxime folgen und ob dabei die betroffenen Menschen je auch in ihrer Selbstzweckhaftigkeit berücksichtigt werden. Der Begriff wird in Kants 'Grundlegung zur Metaphysik der Sitten' entwickelt .

  1. Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
  2. Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.
  3. Handle nur nach derjenigen Maxime, für die du annehmen kannst, dass eine Mehrheit es wollen würde, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
  4. Demnach muß ein jedes vernünftige Wesen so handeln, als ob es durch seine Maximen jederzeit ein gesetzgebendes Glied im allgemeinen Reiche der Zwecke wäre.

4.2. Die zwölf Lebensepochen

Das Zeitempfinden ist relativ und so empfinden wir das in der Kindheit kaum die Zeit vergeht, hingegen im Alter verrinnt die Zeit wie im Fluge. Erst wenn man zeitlos glücklich ist kann man das Leben wirklich in vollen Zügen genissen.

Lebensalter
Beschreibung
0-7
Kindheit
7-14
Schule
14-21
College / Ausbildung
21-28
Universität / Meisterlehre
28-35
Beruf
35-42
Arbeitspflicht / Last
42-49
Klugheit
49-56
Weisheit
56-63
Tiefe Weisheit
63-70
Alter
70-77
Höheres Alter
77-...
Lebensende

4.3. Der freie Wille

siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Freier_Wille


Ist der freie Wille also eine Mischung, aus Veranlagung, Erziehung, Beeinflussung und Fähigkeit:

  1. Gene
  2. Erziehung
  3. Umwelt (Gesellschaft)
oder: siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Kompatibilismus_und_Inkompatibilismus
 

4.4. Resume

Der Mensch handelt nicht, indem er erkennt und dann will, sondern indem er erkennt, was er will (siehe Schopenhauer).

Schopenhauers Weltdeutung ringt mit zwei unversöhnlichen Gegensätzen:

Ist-Zustand / erlebte Welt:   - Leid – Unglück - Ungerechtig­keit – Egoismus – Hass - Langeweile - Tod

Soll-Zustand / erahnte Welt:  - Freude – Glück – Gerechtigkeit – Selbstlosigkeit – Liebe – Lebensfreude - Leben

Ziel: Herstellung bzw. Rettung des „Soll-Zustandes“ der Welt durch Widerstand gegen die erlebte Welt, durch Verneinung ihres Prinzips (des Willens zum Leben). Die Ruhe vor dem ewig fordernden Willen führt zu einem dauerhaften Glück.

In der Haltung des bloß Erkennenden wird der Mensch frei von ich-bezogenen Interessen, vom Drang der Wünsche und vom ständigen Fürchten und Hoffen.


© Copyright - Peter H. Michalicka - 2009